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18.09.2019 - Das Projekt "Treffpunkt Vielfalt" fördert die biologische Vielfalt durch die naturnahe Gestaltung und Pflege von Freiflächen in Wohnquartieren

Naturnah gestaltete Grünflächen können in Städten maßgeblich zur Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner beitragen. Stadtgrün entfaltet dabei Wirkung auf vielen Ebenen – es tut dem sozialen Miteinander gut, hilft bei der Klimaanpassung und fördert die Artenvielfalt. Mit dem neuen Modellprojekt "Treffpunkt Vielfalt" wollen die Stiftung für Mensch und Umwelt Berlin und der Wissenschaftsladen Bonn e. V. Wohnungsunternehmen dafür gewinnen, Grün- und Freiflächen nach ökologischen Gesichtspunkten zu gestalten und zu pflegen.

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit einer Million Euro gefördert und fachlich vom Bundesamt für Naturschutz begleitet. Die Modellvorhaben laufen bis 2021 in den Bundesländern Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Weitere Projekte in ganz Deutschland

In Berlin, Bonn, Dortmund, Erfurt und weiteren Städten zeigt das Projekt, wie Artenvielfalt und Freiraumqualitäten wirkungsvoll und für alle Beteiligten gewinnbringend gesteigert werden können. In Kooperation mit Wohnungsunternehmen entstehen in den Wohnquartieren naturnahe Modellflächen und kleine Parkanlagen, sogenannte "PikoParks". Ziel ist es, anhand konkreter Beispiele und einer intensiven Kommunikations- und Bildungsarbeit die Akzeptanz für das ökologische Grünflächenmanagement bei den Wohnungsunternehmen, der Mieterschaft und den für Gartenpflege zuständigen Dienstleistungsbetrieben zu fördern und ihre Handlungsbereitschaft zu mobilisieren. Informationsveranstaltungen, Schulungen, Planungs- und Umsetzungsworkshops sowie Mitmachaktionen für die Zielgruppen und begleitende Projektmaterialien ergänzen das Angebot.

Die Erfahrungen aus den Beteiligungs- und Umsetzungsprozessen fließen in einen neuen praxisorientierten Handlungsleitfaden ein. Dieser liefert Wohnungsunternehmen, Mieterinnen und Mietern, Gartenbaubetrieben und anderen Interessierten künftig konkrete Hilfestellungen zur naturnahen Flächenumgestaltung. Koordiniert wird das Projekt von der Stiftung für Mensch und Umwelt in Berlin. Verbundpartner ist der Wissenschaftsladen Bonn e. V. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt "Treffpunkt Vielfalt" in den kommenden dreieinhalb Jahren mit 1 Million Euro im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Das Bundesamt für Naturschutz begleitet das Projekt fachlich.

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Informationen und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Eines von drei Projekten in Berlin ist die teilweise Umgestaltung der Gartenanlage in unserer Siedlung Lübars. Vor Ort wird das Projekt von der Stiftung Mensch & Umwelt umgesetzt. Von den für unsere Siedlung entstehenden Gesamtkosten von über 200.000 € tragen wir einen Anteil von 56.700 €. Die Gesamtkosten beinhalten auch Pflegekosten für die Jahre 2019 bis 2021. Da es sich bei dem Projekt auch um ein Forschungsprojekt handelt, wurde die hintere Grünfläche so belassen wie sie war. Durch den Vergleich vorher/hinterher soll der Erfolg des Projekts gemessen werden.

Wir bedanken uns bei den Bewohnern, die bei der Anlage und Pflege der neugeschaffenen Kulturflächen geholfen haben.

Hans-Jürgen Hube

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Das Motto wird rechtzeitig bekanntgegeben.