Regeln für die Vergabe von Genossenschaftswohnungen

Genossenschaftswohnungen sollen grundsätzlich an Mitglieder vergeben werden. Ausnahmen werden in den "Grundsätzen für Nichtmitgliedergeschäfte" festgelegt.

1. Anträge auf Überlassung einer Wohnung müssen schriftlich erfolgen. Die Zeitdauer der Mitgliedschaft ist maßgeblich für die Reihenfolge der Zuteilung. Daneben können die sozialen Verhältnisse und besondere Dringlichkeitsnachweise des Bewerbers angemessen berücksichtigt werden. Eine Übertragung der Anwartschaft auf Dritte ist nicht zulässig.

2. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe der Wohnung. Er ist für die Einhaltung dieser Vergaberichtlinien verantwortlich.

3. Eine Wohnung, die durch Gesetz oder Vertrag einem bestimmten Personenkreis vorbehalten, oder deren Zuteilung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist, kann nur entsprechend vergeben werden.

4. Alle Wohnungen sollen hinsichtlich der Wohnungsgröße im Allgemeinen nach dem Grundsatz einer sinnvollen Auslastung vergeben werden. Bei der Vergabe sind das Alter und die Anzahl der Kinder angemessen zu berücksichtigen. Einfamilienhäuser werden, wenn sie mehr als 2 Wohnräume haben, nur an Familien mit Kindern unter 14 Jahren vergeben.

5. Ausnahmen sind zulässig, wenn

a.) der überlebende Ehegatte eines verstorbenen Nutzungsberechtigten in eine kleinere Wohnung wechseln möchte,

b.) durch den Wohnungswechsel eine familiengerechte Wohnung frei wird,

c.) dadurch weitere Wünsche auf Wohnungswechsel erfüllt werden können,

d.) eine Wohnanlage erstmalig bezogen wird. Die jeweiligen Altersgruppen sollen gleichmäßig berücksichtigt werden, um eine gute soziale Durchmischung zu gewährleisten.

6. Lebensgefährten, die mit einem verstorbenen Mitglied zum Zeitpunkt seines Todes mit Genehmigung in häuslicher Gemeinschaft lebten, werden wie Ehegatten behandelt, sofern sie die Mitgliedschaft in der Genossenschaft erwerben.


Berlin, den 10. November 2018
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Rainer Schmidt
Vorstand: Hans-Jürgen Hube und Michael Schulze

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